

Diese Windregion entspricht einem Teilgebiet, das vom Zweckverband Zürcher Planungsruppe Weinland (ZPW) bearbeitet wird.
Kontakt für diese Region: Philipp Huber
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Soviel Energie steckt im Weinland
Die nachfolgenden Zusammenstellungen zeigen für diese Windregion die Windkraft-Eignungsgebiete gemäss dem Antrag des Regierungsrats vom November 2025 an den Kantonsrat, welcher für die Beratung und Entscheidung zuständig ist. Vier Eignungsgebiete sind «festgesetzt» und sollen im Richtplan eingetragen werden. Damit könnte die Energiewende für die Region erreicht werden – ja sogar für doppelt so viele Menschen wie hier leben.
4 Eignungsgebiete mit 20 möglichen WEA und 160 GWh Jahresertrag


Details zu den Eignungsgebieten finden sich im aktuellsten Bericht des Kantons vom August 2025 «Steckbriefe der Potenzialgebiete (PDF)»; «Festsetzungen» ab Seite 11 und «Ausschlüsse», also nicht weiter verfolgte Gebiete, ab Seite 113.
Vergleiche mit weiteren wichtigen lokalen Energiequellen:
- Rheinkraftwerk bei Rheinau: Produziert bei einer Fallhöhe von 8–12 m und einer Ausbauwassermenge von 400 m3/s rund 240 GWh Strom pro Jahr (davon Anteil Schweiz: 50 %).
- 20 WEA würden etwa gleich viel Winterstrom liefern wie der inländische Anteil der Wasserkraftwerke Rheinau und Eglisau zusammen.
- Energieholzertrag aus Wald im Forstkreis Weinland: 54 GWh/a Wärme, entspricht umgerechnet etwa 18 GWh Strom.
Im Hinblick auf eine erneuerbare Energieversorgung führen diverse lokale Energienutzungen gemäss der Energiestrategie und Energieplanung des Kantons Zürich zu einem vielseitigen Energiemix: Bandstrom aus den Laufkraftwerken am Rhein, Energieholz, Biogasproduktion und Abwärme aus dem Abwasser v.a. im Winter zum Heizen. Alles sind sehr gute Ergänzungen zu PV und Wind.
Realisierbarer Jahresertrag durch Sonnen- und Windenergie,
Vergleich mit Wasserkraft CH

Die Grafik zeigt: 20 WEA könnten etwa doppelt so viel Strom liefern wie gut genutzte Dächer und Fassaden mit Photovoltaik (PV).
Wind und Sonne aus unserer Region bringen sehr viel Strom, wesentlich mehr als der Anteil unserer 15’000 Einwohner am gesamten Schweizer Jahresertrag der Wasserkraft (Fluss- und Staukraftwerke).
Wie die Bergregionen oder die kanalisierten und gestauten Flusslandschaften könnte unsere Region mit der Windenergie eine natürliche Ressource nutzen, um einen beachtlichen Anteil zur Stromversorgung beizutragen.
Jahres-Energiebilanz PV + Wind + Wasser

Die rechte Säule mit dem Potenzial zeigt, dass der totale private Energieverbrauch in unserer Region etwa halbiert werden könnte bei vollständiger Elektrifizierung, also mit dem Umstieg von fossilen Brennstoffen auf elektrischen Strom.
Der heutige Stromverbrauch würde dadurch etwa verdoppelt, was aber problemlos abgedeckt werden könnte durch PV und Windkraft. Damit wäre nicht nur der Strombedarf für unsere Häuser und E-Autos abgedeckt, sondern auch jener für Schule, Verwaltung und Arbeitsplätze für die ganze Bevölkerung unserer Region.
Es bleibt sogar Strom für weitere rund 15’000 Menschen übrig. Und Wasserkraft würde zwar zum Ausgleich von Erzeugungsschwankungen gebraucht, bliebe aber im Jahres- und Monatssaldo (vgl. nächster Abschnitt) für andere Verbraucher verfügbar, beispielsweise für Industriefirmen oder Ballungsgebiete.
Monats-Energiebilanz PV + Wind + Wasser


Der Wind liefert in unserer Region vor allem in den Wintermonaten Strom, Photovoltaik im Sommer. Im Winter ist der Strombedarf grösser, primär für das Heizen.
Ähnliches wie die Jahresgrafik im obigen Abschnitt zeigt auch die Monatsgrafik: Dank der Kombination von Wind und Sonne und dem grossen Windanteil ist in jedem einzelnen Monat genügend lokaler Strom vorhanden für die eigene Bevölkerung in der Region und nochmals doppelt so viele zusätzliche Menschen. Der Schwarm an lokalen PV-Anlagen und WEA kann als ein Kraftwerk für rund 30’000 Menschen verstanden werden.
Wasserkraft kann in einzelnen Wetterlagen als Ausgleichsspeicher genutzt werden, wird aber in der Jahresbilanz nicht gebraucht und steht somit für grosse Städte oder die Wirtschaft zur Verfügung.
Flächenverbrauch von nur gerade 0,1 %

Die 20 WEA (Festsetzungen) in unserer Region würden lediglich eine Fläche von rund 10 ha beanspruchen, was 0,1 % der Gesamtfläche unserer Region ausmacht. Davon wird nur ein ganz kleiner Anteil durch die Betonfundamente beansprucht, der Rest sind Kiesplätze bei den WEA und auch allfällige Verbreiterungen entlang der Zufahrtswege, was beides teilweise wieder begrünt werden könnte. Die tatsächlich verbrauchte Waldfläche muss zudem nach Gesetz 1:1 kompensiert, also andernorts aufgeforstet werden.
Zum Vergleich: Für Häuser und Strassen haben wir in unserer Region rund 10 % der Fläche verbaut. Ein Hundertstel an zusätzlicher Fläche reicht aus, um die Energie für unsere Häuser, Arbeitsplätze und Autos bereitzustellen – sicher, unabhängig und sauber.
Energiewende in unserer Windregion Weinland
- Der private Energieverbrauch könnte mit der vollständigen Elektrifizierung der Heizungen und des Privatverkehrs auf weniger als die Hälfte gesenkt werden.
- Langfristig: Unsere Region könnte mit der Realisierung des PV-Potenzials und mit 20 grossen Windenergieanlagen den gesamten Energiebedarf decken für:
- Privathaushalte, einschliesslich Heizen und Privatverkehr
- Schule, Verwaltung und Arbeitsplätze
- Damit könnte man den Schwarm an PV-Anlagen und WEA als ein Kraftwerk verstehen, welches genügend Strom für die eigene Bevölkerung von 15’000 sowie weitere 15’000 Menschen liefern würde.
- Wind und Sonne ergänzen sich übers Jahr ideal, einheimische Wasserkraft kann den notwendigen Ausgleich liefern.
- Genügend erneuerbare Energie, lokal erzeugt und kontrollierbar, macht uns weitgehend unabhängig von Stromimporten.
- Es gibt interessante Beteiligungs- und Ertragsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung, Firmen und Gemeinden.
- Windprojekte und Erkenntnisse aus Umweltverträglichkeitsuntersuchungen lassen sich nutzen, um Wald und Natur aufzuwerten (naturnahe Lebensräume, Klimaresistenz, Biodiversität).
Wir können unsere Energieversorgung selber in die Hand nehmen und sicherstellen …
… jetzt, regional, umweltfreundlich, unerschöpflich
… für unsere Generation
… für unsere Kinder – falls in 30 Jahren immer noch benötigt und gewünscht.Energie vo da, Strom für öis.

