

Diese Windregion entspricht weitgehend dem Gebiet, das vom Zweckverband Zürcher Planungsgruppe Pfannenstil (ZPP) bearbeitet wird.
Kontakt für diese Region: Thomas Forrer
E-Mail, mehr unter Kontakt
Soviel Energie steckt in der Region Pfannenstil
Die nachfolgenden Zusammenstellungen zeigen die Windkraft-Eignungsgebiete der Region gemäss dem Antrag des Regierungsrats vom November 2025 an den Kantonsrat, welcher für die Beratung und Entscheidung zuständig ist. Ein Eignungsgebiet ist «festgesetzt» und soll im Richtplan eingetragen werden. Vier «Zwischenergebnisse» weisen gemäss Vorprüfung des Bundes (BAZL, VBS) vom 20.6.2024 noch Koordinationsbedarf bezüglich Aviatik-Überwachungssystemen auf und können noch nicht festgesetzt werden. Während in der Vernehmlassung von 2024 noch geplant war, diese Zwischenergebnisse bereits in den Richtplan einzutragen, sieht der Antrag vom November 2025 davon ab.
Unsere Empfehlungen an die KEVU und an den Kantonsrat:
- Alle Eignungsgebiete mit Resultat «festgesetzt» aber auch die Gebiete im «Zwischenergebnis» in den Richtplan eintragen. Nur so kann das ergiebige Potenzial der Windenergie gesichert werden, was für unsere Versorgungssicherheit von grosser Bedeutung ist, insbesondere im Winter. Ähnlich wie bei anderen raumplanerischen Vorhaben geht es darum, jetzt schon die möglichen Gebiete auszuweisen und für Landeigentümer, die Bevölkerung und allfällige weitere Nutzungsinteressen sichtbar zu machen.
- Eignungsgebiete im Richtplan nicht aufgrund von Aviatik-Konflikten streichen, sondern in Zukunft neu beurteilen. Die Technik entwickelt sich weiter.
1 Eignungsgebiet mit 3 möglichen WEA und 30 GWh Jahresertrag, weitere Potenzialgebiete bestehen (Zwischenergebnis)

.

Details zu den Eignungsgebieten finden sich im aktuellsten Bericht des Kantons vom August 2025 «Steckbriefe der Potenzialgebiete (PDF)»; «Festsetzungen» ab Seite 11, «Zwischenergebnisse» ab Seite 68 und «Ausschlüsse», also nicht weiter verfolgte Gebiete, ab Seite 113.
Vergleiche mit weiteren wichtigen lokalen Energiequellen:
- Energieholzertrag aus Wald Forstkreis Glattal-Pfannenstil-Zürich: 59 GWh/a Wärme
entspricht umgerechnet etwa 20 GWh Strom.
Im Hinblick auf eine erneuerbare Energieversorgung führen obiges Beispiel und die weiteren Energienutzungen gemäss der Energiestrategie und Energieplanung des Kantons Zürich zu einem vielseitigen Energiemix. Alles sind sehr gute Ergänzungen zu Photovoltaik (PV) und Wind.
Realisierbarer Jahresertrag durch Sonnen- und Windenergie,
Vergleich mit Wasserkraft CH

Die Grafik zeigt: 20 WEA könnten etwa halb so viel Strom liefern wie gut genutzte Dächer und Fassaden mit Photovoltaik (PV).
Wind und Sonne aus unserer Region bringen sehr viel Strom, etwas mehr als der Anteil unserer 120’000 Einwohner am gesamten Schweizer Jahresertrag der Wasserkraft (Fluss- und Staukraftwerke).
Wie die Bergregionen oder die kanalisierten und gestauten Flusslandschaften könnte auch unsere Region mit der Windenergie eine natürliche Ressource nutzen, um einen bedeutenden Anteil zur Stromversorgung beizutragen.
Jahres-Energiebilanz PV + Wind + Wasser

Die rechte Säule mit dem Potenzial zeigt, dass der totale private Energieverbrauch in unserer Region etwa halbiert werden könnte bei vollständiger Elektrifizierung, also mit dem Umstieg von fossilen Brennstoffen auf elektrischen Strom.
Der heutige Stromverbrauch würde dadurch etwa verdoppelt. Photovoltaik (PV) und Wind liefern zusammen etwas mehr Strom als Wasserkraft. Aufs ganze Jahr gesehen wäre insbesondere PV in der Lage, die Jahresstrommenge zu liefern, rechnen wir doch zwar mit einem Ausbau der PV von guten 50 %. Mit 100 % des PV-Potenzials würde nicht nur der Strombedarf für unsere Häuser und E-Autos, sondern auch jener für Schule, Verwaltung und Arbeitsplätze für die ganze Bevölkerung unserer Region regional produziert.
Dazu muss aber gesagt werden, dass dies primär durch einen massiven PV-Stromüberschuss im Sommer erreicht werden könnte, und es neue Speicherlösungen für den Winter geben müsste – die bestehenden Schweizer Speicherkraftwerke würden nicht ausreichen. Mehr dazu im nächsten Abschnitt mit der Monatsauswertung.
Monats-Energiebilanz PV + Wind + Wasser


Der Wind liefert in unserer Region vor allem in den Wintermonaten Strom, Photovoltaik im Sommer. Im Winter ist der Strombedarf grösser, primär für das Heizen.
Was die Grafik verdeutlicht: Windkraft liefert im Winter eine starke Ergänzung zur Photovoltaik (PV). Beide lokalen Energiequellen tragen in den Wintermonaten zusammen etwa gleich viel bei zur Energieversorgung wie die Wasserkraft.
Als lokale Stromquellen kann PV etwa 35–50 % des Jahresbedarfs abdecken (im Winterhalbjahr 18–25 %), Windenergie immerhin weitere 16 % (Winterhalbjahr sogar 19 %). Dies ist in Anbetracht des erhöhten Verbrauchs und der Stromlücke im Winter ein wesentlicher Beitrag. Er liegt auch über dem Ziel des Kantons, welcher in der Energiestrategie für den Kanton per 2050 einen Anteil von 7 % mit lokaler Windenergie anstrebt.
Wie bereits im vorangehenden Abschnitt ausgeführt, rechnen wir wie bei den andern Windregionen mit einem 50-prozentigen Ausbau des PV-Potenzials.
Der 100-prozentige Ausbau des PV-Potenzials ist in der Praxis wohl nicht erreichbar. Er wäre zudem sehr teuer und würde die Winterlücke zwar etwas reduzieren, es würde aber über die Monate November bis Februar inkl. Wasserkraft trotzdem «nur» für den privaten Strom (Haushalt, Wärmepumpenheizung, E-Auto) reichen, nicht aber für die Arbeitsplätze. In allen anderen Monaten wäre jedoch genügend lokaler Strom vorhanden.
Flächenverbrauch von nur gerade 0,08 %

Die 20 WEA (3 Festsetzungen und 17 Zwischenergebnis) in unserer Region würden gerade mal eine Fläche von rund 10 ha beanspruchen, was weniger als 0,1 % der Gesamtfläche unserer Region ausmacht. Davon wird nur ein ganz kleiner Anteil durch die Betonfundamente beansprucht, der Rest sind Kiesplätze bei den WEA und auch allfällige Verbreiterungen entlang der Zufahrtswege, was beides teilweise wieder begrünt werden könnte. Die tatsächlich verbrauchte Waldfläche muss zudem nach Gesetz 1:1 kompensiert, also andernorts aufgeforstet werden.
Zum Vergleich: Für Häuser und Strassen haben wir in unserer Region 23 % der Fläche verbaut, also fast 300 Mal mehr.
Energiewende in unserer Windregion Pfannenstil
- Der private Energieverbrauch könnte mit der vollständigen Elektrifizierung der Heizungen und des Privatverkehrs auf weniger als die Hälfte gesenkt werden.
- Langfristig: Unsere Region könnte in Kombination mit der Wasserkraft aus den Bergen, der Realisierung des maximalen PV-Potenzials (100 %) und mit 20 grossen Windenergieanlagen den gesamten Energiebedarf decken für:
- Privathaushalte, einschliesslich Heizen und Privatverkehr, für 122’000 Einwohner
- Schule, Verwaltung und Arbeitsplätze (in den Wintermonaten November bis Februar nur teilweise)
- Übers Jahr gerechnet besteht ein Überschuss an lokal erzeugter erneuerbarer Energie, über die Wintermonate von November bis Februar besteht eine Lücke, selbst mit Schweizer Wasserkraft. Wind kann diese Lücke immerhin deutlich verkleinern.
- Wind und Sonne ergänzen sich übers Jahr ideal, Wasserkraft kann den notwendigen Ausgleich liefern.
- Genügend erneuerbare Energie, lokal erzeugt und kontrollierbar, macht uns weitgehend unabhängig von Stromimporten.
- Es gibt interessante Beteiligungs- und Ertragsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung, Firmen und Gemeinden.
- Windprojekte und Erkenntnisse aus Umweltverträglichkeitsuntersuchungen lassen sich nutzen, um Wald und Natur aufzuwerten (naturnahe Lebensräume, Klimaresistenz, Biodiversität).
Wir können unsere Energieversorgung selber in die Hand nehmen und sicherstellen …
… jetzt, regional, umweltfreundlich, unerschöpflich
… für unsere Generation
… für unsere Kinder – falls in 30 Jahren immer noch benötigt und gewünscht.Energie vo da, Strom für öis.

