

Diese Windregion entspricht weitgehend dem Gebiet, das vom Zweckverband Regionalplanung Winterthur und Umgebung (RWU) bearbeitet wird.
Kontakt für diese Region: Philipp Huber
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News aus der Region
- Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) – Angebote und erste ErfahrungenInfoveranstaltung, Mittwoch, 16. September 2026, 19:00 Uhr Ort: Zentrum Oberwis, Birchstrasse 2b, 8472 Seuzach Seit 2026 können sich Solarstrom-Produzenten mit lokalen Konsumenten… Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) – Angebote und erste Erfahrungen weiterlesen
Soviel Energie steckt in der Umgebung um Winterthur
Die nachfolgenden Zusammenstellungen zeigen die Windkraft-Eignungsgebiete in der Region um Winterthur gemäss dem Antrag des Regierungsrats vom November 2025 an den Kantonsrat, welcher für die Beratung und Entscheidung zuständig ist. Acht Eignungsgebiete sind «festgesetzt» und sollen im Richtplan eingetragen werden. Vier «Zwischenergebnisse» weisen gemäss Vorprüfung des Bundes (BAZL, VBS) vom 20.6.2024 noch Koordinationsbedarf bezüglich Aviatik-Überwachungssystemen auf und können noch nicht festgesetzt werden. Während in der Vernehmlassung von 2024 noch geplant war, diese Zwischenergebnisse bereits in den Richtplan einzutragen, sieht der Antrag vom November 2025 davon ab. Weitere zwei Gebiete wurden bereits in den Unterlagen von 2024 aufgrund von Schutz-Nutzen-Abwägungen ausgeschlossen.
Unsere Berechnungen zeigen, dass mit Sonne und Wind die Energiewende für die Region erreicht werden kann.
Unsere Empfehlungen an die KEVU und an den Kantonsrat:
- Alle Eignungsgebiete mit Resultat «Festgesetzt» aber auch die Gebiete im «Zwischenergebnis» in den Richtplan eintragen. Nur so kann das ergiebige Potenzial der Windenergie gesichert werden, was für unsere Versorgungssicherheit von grosser Bedeutung ist, insbesondere im Winter. Ähnlich wie bei anderen raumplanerischen Vorhaben geht es darum, jetzt schon die möglichen Gebiete auszuweisen und für Landeigentümer, die Bevölkerung und allfällige weitere Nutzungsinteressen sichtbar zu machen.
- Eignungsgebiete im Richtplan nicht aufgrund von Aviatik-Konflikten streichen, sondern in Zukunft neu beurteilen. Die Technik entwickelt sich weiter.
8 Eignungsgebiete («Festsetzungen») mit 26 möglichen WEA und 206 GWh Jahresertrag


Details zu den Eignungsgebieten finden sich im aktuellsten Bericht des Kantons vom August 2025 «Steckbriefe der Potenzialgebiete (PDF)»; «Festsetzungen» ab Seite 11, «Zwischenergebnisse» ab Seite 68 und «Ausschlüsse», also nicht weiter verfolgte Gebiete, ab Seite 113.
Vergleiche mit weiteren wichtigen lokalen Energiequellen:
- Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Winterthur: 96 GWh/a Strom, 167 GWh/a Wärme, 315 GWh/a Wärme ungenutzt.
Gesamtes Energiepotenzial Wärme+Strom entspricht umgerechnet einer Strommenge von rund 200 GWh/a. - Energieholzertrag aus Wald Forstkreis WU: 105 GWh/a Wärme entspricht umgerechnet etwa 35 GWh Strom.
- Tösskraftwerk bei Freienstein/Pfungen: Produziert bei einer Bruttofallhöhe von max. 6.70 m und einer Ausbauwassermenge von 12 m3/s rund 2.2 GWh Strom pro Jahr.
Im Hinblick auf eine erneuerbare Energieversorgung führen obige Beispiele und die weiteren Energienutzungen gemäss der Energiestrategie und Energieplanung des Kantons Zürich zu einem vielseitigen Energiemix: Die KVA und das Tösskraftwerk liefern Bandstrom, letzteres insbesondere bei Regenwetter. Energieholz, Biogasproduktion und Abwärme aus dem Abwasser sind vor allem im Winter zum Heizen nutzbar. Alles sind sehr gute Ergänzungen zu Photovoltaik (PV) und Wind.
Realisierbarer Jahresertrag durch Sonnen- und Windenergie,
Vergleich mit Wasserkraft CH

Die Grafik zeigt: 26 WEA (Festsetzung) plus 9 WEA (Zwischenergebnis) könnten etwa gleich viel Strom liefern wie gut genutzte Dächer und Fassaden mit Photovoltaik (PV).
Wind und Sonne aus unserer Region bringen sehr viel Strom, wesentlich mehr als der Anteil unserer 58’000 Einwohner am gesamten Schweizer Jahresertrag der Wasserkraft (Fluss- und Staukraftwerke).
Wie die Bergregionen mit den Stauseen oder die kanalisierten und gestauten Flusslandschaften mit Flusskraftwerken könnte auch unsere Region mit der Windenergie eine natürliche Ressource nutzen, um einen bedeutenden Anteil zur Stromversorgung beizutragen.
Jahres-Energiebilanz PV + Wind + Wasser

Die rechte Säule mit dem Potenzial zeigt, dass der totale private Energieverbrauch in unserer Region etwa halbiert werden könnte bei vollständiger Elektrifizierung, also mit dem Umstieg von fossilen Brennstoffen auf elektrischen Strom.
Der heutige Stromverbrauch dürfte sich dadurch verdoppeln, was aber durch PV und Windkraft in der Summe etwa ausgeglichen werden könnte. Damit wäre nicht nur der Strombedarf für unsere Häuser und E-Autos abgedeckt, sondern auch jener für Schule, Verwaltung und Arbeitsplätze für die ganze Bevölkerung unserer Region.
Wasserkraft würde nur zum Ausgleich von Erzeugungsschwankungen gebraucht, bliebe im Jahres- und Monatssaldo (vgl. nächster Abschnitt) aber für andere Verbraucher verfügbar, beispielsweise für besonders energieintensive Industriefirmen oder für Ballungsgebiete.
Monats-Energiebilanz PV + Wind + Wasser


Der Wind liefert in unserer Region vor allem in den Wintermonaten Strom, Photovoltaik im Sommer. Im Winter ist der Strombedarf grösser, primär für das Heizen.
Was die Grafik verdeutlicht: Dank der Kombination von Wind und Sonne ist fast in jedem einzelnen Monat genügend lokaler Strom vorhanden, nur in den drei Monaten von November bis Januar reicht es knapp nicht. Da aber Wind diese Stromlücke nahezu füllt und bereits ab Februar/März auch die PV wieder einiges beiträgt, ist diese Zeit mit sehr wenig Wasserkraft überbrückbar.
Wasserkraft kann so als Ausgleichsspeicher genutzt werden, wird aber in der Jahresbilanz nicht benötigt und steht somit für grosse Städte oder die Wirtschaft zur Verfügung.
Flächenverbrauch von nur gerade 0,1 %

Die 38 WEA (Festsetzungen und Zwischenergebnis) in unserer Region würden gerade mal eine Fläche von rund 19 ha beanspruchen, was 0,1 % der Gesamtfläche unserer Region ausmacht. Davon wird nur ein ganz kleiner Anteil durch die Betonfundamente beansprucht, der Rest sind Kiesplätze bei den WEA und auch allfällige Verbreiterungen entlang der Zufahrtswege, was beides teilweise wieder begrünt werden könnte. Die tatsächlich verbrauchte Waldfläche muss zudem nach Gesetz 1:1 kompensiert, also andernorts aufgeforstet werden.
Zum Vergleich: Für Häuser und Strassen haben wir in unserer Region 10 % der Fläche verbaut. Ein Hundertstel zusätzliche Fläche reicht aus, um die Energie für unsere Häuser, Arbeitsplätze und Autos bereitzustellen – sicher, unabhängig und sauber.
Ein weiterer Vergleich: Der Ausbau der A4 zwischen Winterthur Ohringen und Andelfingen benötigt nur schon für die zusätzliche getrennte Fahrbahn mit zwei geteerten Fahrspuren 7,7 ha, also knapp die Hälfte der Fläche, die für alle 38 WEA ausreicht.
Energiewende in unserer Windregion Winterthur Umgebung
- Der private Energieverbrauch kann mit der vollständigen Elektrifizierung der Heizungen und des Privatverkehrs auf weniger als die Hälfte gesenkt werden.
- Langfristig kann unsere Region mit der Realisierung des PV-Potenzials und mit 26 («festgesetzten») plus 9 (noch offen als «Zwischenergebnis») grossen Windenergieanlagen den gesamten Energiebedarf decken für:
- Privathaushalte, einschliesslich Heizen und Privatverkehr, für 58’000 Einwohner
- Schule, Verwaltung und Arbeitsplätze
- Wind und Sonne ergänzen sich übers Jahr ideal, einheimische Wasserkraft kann den notwendigen Ausgleich liefern.
- Genügend erneuerbare Energie, lokal erzeugt und kontrollierbar, macht uns weitgehend unabhängig von Stromimporten.
- Interessante Beteiligungs- und Ertragsmöglichkeiten für lokale Bevölkerung, Firmen und Gemeinden.
- Windprojekte und Erkenntnisse aus Umweltverträglichkeitsuntersuchungen lassen sich nutzen, um Wald und Natur aufzuwerten (naturnahe Lebensräume, Klimaresistenz, Biodiversität).
Wir können unsere Energieversorgung selber in die Hand nehmen und sicherstellen …
… jetzt, regional, umweltfreundlich, unerschöpflich
… für unsere Generation
… für unsere Kinder – falls in 30 Jahren immer noch benötigt und gewünscht.Energie vo da, Strom für öis.


